Baustrom

Liebe Bauherrin, lieber Bauherr, um Ihnen ein wenig Klarheit zu verschaffen haben wir die häufigsten Fragen und unsere Erfahrungen aus den letzten Jahren zum Thema Baustrom zusammengefasst.

Sollte eine Frage unbeantwortet oder unklar sein schreiben Sie uns gerne! In der Vergangenheit haben wir oft miterlebt, wie Bauherren sich zu spät mit dem Thema Baustrom auseinandergesetzt haben und dies zu Problemen geführt hat. Genau deswegen haben wir die wichtigsten Informationen für Ihren Baustromanschluss zusammengefasst.

 

Baustrom auf einer Baustelle.

Baustrom Inhaltsverzeichnis

Die Zusammenfassung

  • Baustrom ist in den meisten Fällen Bauherrensache.
  • Der Antrag bzw. ein passender Partner der den Antrag für den Bauherren stellt sollte direkt nach Baugenehmigung beauftragt werden.
  • Baustrom stellt die temporäre Stromversorgung auf der Baustelle sicher. 
  • Eine feste Verankerung des Baustromverteilers schützt vor umfallen und damit verbundenen Problemen und Gefahren
  • Der Stromzähler wird durch den örtlichen Energieversorger bereitgestellt.
  • Der Baustromverteiler wird an das öffentliche Netz durch den Energieversorger angeschlossen. Damit ist der Baustromverteiler ein Übergabepunkt bzw. die Schnittstelle zwischen öffentlichen Netz und gezählten Baustrom.
  • Schnellanfrage für Baustromverteiler inkl. Antragswesen bei Ihrem Energieversorger: https://baustrommieten.de/anfrage/

Was ist Baustrom?

Zum Baustrom gehören mehrere Teilbereiche. Grundsätzlich ist Baustrom eine zeitlich begrenzte Stromversorgung der Baustelle.

Durch Zusammenarbeit von Bauherr, Elektrounternehmen und örtlichen Energieversorger wird ein Baustromanschluss realisiert. Jede Partei hat Aufgaben die für einen Baustromanschluss erforderlich sind. 

Der Baustromverteiler dient als Übergabepunkt und als provisorische Stromversorgung für Baustellen. In dem Baustromverteiler befinden sich Steckdosen und Sicherungen sowie ein Zähler der in den meisten Fällen durch den örtlichen Energieversorger eingebaut wird. Durch diesen Zähler kann der Stromverbrauch errechnet werden.

Durch die stabile Bauart halten Baustromverteiler den Wetterbedingungen und Vibrationen auf Baustellen ohne Probleme stand.

 

Ab wann wird Baustrom benötigt?

Baustrom wird schon ab der Errichtung des Fundamentes benötigt. Sobald Sie die Baugenehmigung vorliegen haben, sollten Sie sich um die Beauftragung von Baustrom kümmern. In einigen Gebieten kommt es teilweise zu +3 Monaten Wartezeit für Baustrom. Durchschnittlich kann man mit einer Bearbeitungszeit von ca. 4 – 8 Wochen rechnen.  

Wie beantrage ich Baustrom?

Für die Beantragung müssen verschiedene Formulare beim örtlichen Energieversorger eingereicht werden.

Wir übernehmen diese Arbeit für unsere Kunden. Sie müssen lediglich die ausgefüllten Dokumente unterschreiben.

Welche Dokumente werden für den Baustromantrag benötigt?

Damit wir den Antrag beim örtlichen Energieversorger stellen können, benötigen wir folgende Dokumente:

  1. Flurstückauszug
  2. Lageplan
  3. Ihre persönlichen Daten.

 

Worauf muss allgemein geachtet werden?

Die wichtigsten Punkte:

  1. Frühzeitige Baustrom Beauftragung 
  2. Feste Verankerung durch Kantholz im Erdreich. Bei starken Winden können Baustromverteiler ohne Verankerung umkippen und zu einem Stromausfall führen.
  3. Beachtung der Vorgabe „Technische Mindestausstattung“ von dem Bauunternehmen
  4. Wird ein Kran verwendet?
    Für Viele Kräne wird ein zusätzlicher Fehlerstromschutzschalter benötigt.

Was kostet Baustrom?

Die Kosten setzen sich aus folgenden Punkten zusammen:

  • Miete Baustromverteiler inkl. Montage und Abholung
  • Regelmäßige Prüfung der Baustromanlage
  • Anbindung an das öffentliche Netz durch den Energieversorger
  • Zählereinbau durch den Energieversorger 
  • Stromverbrauch

Welche Anforderungen muss der Baustrom erfüllen?

Die DIN VDE 0100 Teil 704 gibt die Anforderung für Baustromanlagen vor. 

Aufbau von Baustromverteiler

Welche technische Ausstattung sollte mein Baustromverteiler haben?

In den meisten Fällen gibt das Bauunternehmen den eigenen Kunden eine Vorgabe für die benötigte Mindestausstattung des Baustromverteilers. 

Grundsätzlich empfehlen wir immer einen Baustrom mit einer Leistung von 63A und sechs 230Volt Steckdosen. Zusätzlich sollten in dem Baustrom Anschlüsse für Starkstrom vorhanden sein – 16A CEE; 32A CEE; 63A CEE.

Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten das Baugrundstück mit Baustrom zu versorgen. 

  1. Vorgestreckte Hausanschlusssäule

    Diese Variante findet in der Praxis am häufigsten Verwendung.
    Die Vorarbeit erfolgt durch den Energieversorger evtl. zusätzlich durch einen Tiefbauer. Der Energieversorger stellt in diesem Fall eine Hausanschlusssäule auf dem Baugrundstück auf. Die öffentliche Versorgungsleitung ( grün markiert ) wird dann in die Säule eingeführt. 

    Sobald die Hausanschlussäule aufgestellt wurde, kommen wir mit dem Baustromverteiler auf die Baustelle und montieren diesen neben der Säule. Je nach Gebiet schließen wir den Baustromverteiler dann direkt an die Hausanschlusssäule an. 

  2. Anschluss an einen Kabelverteilerschrank ( Straßenverteiler )
    Der Baustromverteiler wird an einen in der nähe befindlichen Kabelverteilerschrank ( Straßenverteiler ) angeschlossen. In den meisten Gebieten muss ab einer Entfernung von +30 Metern ein zusätzlicher Zählerschrank genutzt werden.
    Straßenüberquerungen sollten vermieden werden oder ggf. eine Kabelbrücke erstellt werden. In einigen Städten werden die Häuser über Freileitungen eingespeist. In diesen Fällen kann vom benachbarten Dach der Baustrom abgegriffen werden.


  3. Direktanschluss
    Bei einem Direktanschluss wird der Baustromverteiler direkt von dem Energieversorger an das öffentliche Netz angeschlossen ohne Übergabepunkt. In den meisten Fällen findet die Anbindung im Erdreich statt.

Welche Probleme treten am häufigsten auf?

Häufig wird sich zu spät um Baustrom gekümmert. Wir erhalten häufig nachrichten, dass innerhalb von 7 Werktagen Baustrom benötigt wird. Grundsätzlich können wir so schnell reagieren, jedoch brauchen in der Praxis die Energieversorger etwas mehr Zeit. 

Nachdem der Antrag durch uns beim Energieversorger gestellt wurde, erhält der Bauherr ein Angebot von dem örtlichen Energieversorger für die Anbindung an das öffentliche Netz. Wenn das Angebot nicht zeitnah angenommen wird, kann es auch hier zu Verzögerungen kommen.

Wie lange dauert es bis ich Baustrom habe?

Eine pauschale Antwort kann man auf diese Frage nicht geben. Folgende Faktoren sind entscheidend:

  • Welcher Energieversorger ist zuständig?
  • Welche Anschlussmöglichkeiten sind vor Ort gegeben?
  • Ist das Grundstück vollständig erschlossen?

Unsere Erfahrung zeigt, dass Sie durchschnittlich mit 4 – 8 Wochen rechnen müssen. In einzelnen Fällen kann die Bearbeitungszeit vom Energieversorger +3 Monate dauern.

Wo kann ich den Baustromverteiler mieten?

Natürlich bei uns! Schauen Sie sich direkt hier um: Baustromanfrage

Wie der Baustrom auf die Baustelle kommt - Praxis

Sobald unsere Projektleiter einen Anschlusstermin mit dem örtlichen Energieversorger vereinbart haben, wird der Baustromverteiler auf der Baustelle montiert. 

Unsere Expertentipps:

  • Baustrom ist Bauherrensache – Hier wird oft versucht an der falschen Stelle zu sparen.
    Suchen Sie sich lieber einen Partner der alle Aufgaben für Sie übernimmt in Experte in diesem Bereich ist. Was nützt es den günstigsten Anbieter zu nehmen und dann doch mit einer Bauverzögerung zu starten? Unsere Projektleiter fassen täglich alle Projekte für unsere Kunden beim Energieversorger nach.
  • Achten Sie auf eine feste Verankerung
  • Vereinbaren Sie einen Festpreis für Kostensicherheit. 
Erfahrungen & Bewertungen zu Baustrommieten GmbH & Co.KG